Mühlen in Leuben

Mühlen in Leuben

Der Ort Leuben liegt an zwei Bächen, dem Ketzerbach (früher auch als Lommatzscher Wasser bezeichnet) und dem Dreißiger Wasser. In früheren Zeiten war das fließende Wasser eine wichtige Energiequelle für den Antrieb von Wassermühlen. Zu jeder Mühle gehörte eine Wehranlage zum Stauen des Wassers. Am Wehr zweigte der Mühlgraben ab, der für den Antrieb des Mühlrades sorgt.
Auch in Leuben befanden sich mehrere Mühlen:

Hammermühle: Befindet sich an der Lommatzscher
Straße. Verschiedene Gebäude sind heute noch erhalten. Die Mühle wurde vom Dreißiger Wasser getrieben. Der Mühlgraben entwässerte zum Ketzerbach.

Holzmühle: Sie stand am Ketzerbach, im Bereich zwischen dem Bahndamm und der Parkbühne. Es handelte sich um eine Sägemühle. Es sind keine Überreste mehr erhalten.

Neumühle: Lage am Ketzerbach zwischen den Orten Leuben und Wahnitz. Erbaut 1853/54 von Müllermeister F.F. Teupel. Die Mühle verfügte über zwei Wasserräder und eine Dampfmaschine für den Antrieb.
1875 wurde die Mühle von Julius Schüttoff übernommen. 1905 übernahm sie sein Sohn Edwin, ihm Jahre 1945 dessen Sohn Christian Schüttoff. Edwin Schüttoff betrieb die Mühle als Getreidemühle. Das Mühlenanwesen ist erhalten und steht heute unter Denkmalschutz und wird als Wohnobjekt genutzt.

Rosenmühle: Auch bei dieser Mühle handelte es sich um eine Getreidemühle. Die Rosenmühle wurde vom
Dreißiger Wasser angetrieben. Sie befand sich im Bereich zwischen Kindergarten und dem gegenüberliegenden Wohnblock. Vor dem Bau dieser Gebäude wurde die Rosenmühle etwa 1975 abgerissen. Heute erinnert der Namen der Kindertagesstätte an die frühere Rosenmühle.