Der Pfarrhof

Der Pfarrhof

Auf dem Gelände des Pfarrhofes stehen neben dem eigentlichen Pfarrhaus ein weiteres Wohnhaus, ein Nebengebäude und eine Scheune. Sie alle bilden einen idyllischen Vierseithof.
Die Scheune ist eines der ältesten Gebäude in Leuben und beherbergte die Vorräte und Gerätschaften der Bewohner des Pfarrhauses und des angrenzenden Diakonats. Auch das Nebengebäude am Hang und das Pächterhaus dienten der Bewirtschaftung des Hofes.
Das Pfarrhaus wurde 1802 erbaut. Es ist ein stattlicher Bau mit massivem Erdgeschoss und Fachwerkobergeschoss.
Heute wird die Scheune für unterschiedliche Veranstaltungen im Hof genutzt. Im Nebengebäude sind Garagen,
eine Werkstatt und Lagerräume untergebracht. Das Pächterhaus steht seit einigen Jahren leer. Im Pfarrhaus
befindet sich im Erdgeschoss der Gemeinderaum. Er wird regelmäßig für Gottesdienste und Veranstaltungen
der Kirchgemeinde genutzt. Dazu stehen noch eine Küche, Toiletten und Nebenräume zur Verfügung. Die
Kanzlei ist ebenfalls im Erdgeschoss untergebracht. Im Obergeschoss befinden sich zwei Wohnungen.
Der Fußboden im Eingangsbereich besteht aus alten Fliesen und stellt eine Besonderheit dar. Sie zeigen die
Symbole für die vier Evangelisten, angeordnet wie die Blütenblätter um eine Blütenmitte mit dem Kreuz. Der
Mensch steht für Matthäus und erzählt davon, dass Jesus Mensch geworden ist. Der Stier steht für Lukas und
verkörpert seinen Kreuzestod. Der Löwe steht für Markus und die Auferstehung. Der Adler für Johannes und
verdeutlicht die Himmelfahrt.
Die Darstellungen verbinden sich somit mit den vier wichtigsten Festen der Christen: Weihnachten, dass an die
Geburt Jesu erinnert, Karfreitag, an dem er am Kreuz stirbt, Ostern, der Morgen, an dem er den Tod besiegt und
aufersteht und Himmelfahrt, das Fest, das uns daran erinnert, wie Jesus zu seinem Vater, zu Gott, zurückgekehrt ist. Somit liegt dem Besucher beim Eintreten das gesamte Kirchenjahr zu Füßen und lädt ein, das Jahr
und seinen Lauf, aber auch das eigene Leben zu bedenken. Eine großartige Bildersprache, die den Betrachter
so er sie versteht, in Staunen versetzt und innehalten lässt in der hektischen Betriebsamkeit im Alltag.
In unmittelbarer Nachbarschaft zum Pfarrhof befindet sich das sogenannte Diakonat. Hier wohnte der Diakon,
der den Pfarrer unterstützte. Der Vorgängerbau des heutigen Gebäudes war 1616 errichtet worden und wurde
1834 durch einen Neubau ersetzt.
Zwischen dem Pfarrhaus und dem Diakonat befindet sich ein Bauerngarten nach historischem Vorbild.